Warum Dankbarkeit oft nicht reicht
Mindset Garage ist der Podcast von Ina Schmidt über Resilienz, mentale Gesundheit, Führung und persönliche Entwicklung. In dieser Folge geht es darum, warum Dankbarkeitstagebuch, Achtsamkeit und Atemübungen zwar helfen können, aber trotzdem oft nicht tief genug greifen. Vielleicht kennst du genau dieses Gefühl: Du machst vieles schon „richtig“ und trotzdem verändert sich innerlich kaum etwas.
Der Punkt ist nicht, dass diese Tools nichts wert sind. Sie lenken deinen Fokus schon in eine gute Richtung. Aber sie sorgen nicht automatisch dafür, dass das, was du fühlst, auch wirklich in dir ankommt und bleibt.
Es geht hier nicht nur ums Runterfahren, sondern genauso darum, Freude, Energie und Ekstase halten zu können. Denn wenn du nur entspannst, aber hohe Gefühle nicht wirklich aushältst, bleibt ein wichtiger Teil von dir außen vor.
Was im Körper passiert
Die Folge erklärt das über dein Nervensystem: Der Sympathikus steht nicht nur für Stress, sondern auch für Aktivität, Freude und Expansion, während der Parasympathikus für Ruhe, Verdauung und Verarbeitung zuständig ist. Beides gehört zusammen, weil ein stabiles System nicht nur runterregeln, sondern auch hochschwingen können muss.
Oft liegt genau da der Haken. Wenn du als Kind nicht gelernt hast, Freude sicher zu halten oder Ruhe auszuhalten, dann fühlt sich genau das später schnell ungewohnt oder sogar bedrohlich an. Dann wird aus einem eigentlich schönen Zustand innerlich wieder Spannung.
Das hat nichts damit zu tun, dass mit dir etwas nicht stimmt. Es heißt eher, dass dein System vielleicht noch lernen darf, zwischen Ruhe und Aktivierung hin- und herzuwechseln, ohne dabei Alarm zu schlagen.
Reinhören lohnt sich
Wenn du dich in diesem Spannungsfeld wiederfindest, ist die Folge genau deshalb spannend. Sie nimmt dir den Druck, dass ein einzelnes Tool alles lösen muss, und schaut stattdessen darauf, was dein Nervensystem wirklich braucht.
